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Edgar Degas

Tänzerinnen im Probesaal

Öl auf Leinwand

70,5 x 100,5 cm

Schenkung 1961 von Dr. Eduard Freiherr von der Heydt, Ascona.

Kunst zum Hören

Edgar Degas, Tänzerinnen im Probesaal, 1891 Petra Mecklenbrauck

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Titel:Tänzerinnen im Probesaal
Künstler:in:Edgar Degas
Entstehungszeit:1891
Objektart:Gemälde
Material und Technik:Öl auf Leinwand
Inventarnummer:G 1046
Um 1870 entdeckte Edgas Degas (1834-1917) die Welt des Tanzes. Das Ballett wurde wie der Pferdesport und die Frauen bei der Toilette zu einem zentralen Thema seiner Kunst, das er in allen Medien, in Malerei, Zeichnung, Druckgrafik und Skulptur, umkreiste. Trotz fulminanter Beherrschung jedes dieser Verfahren bevorzugte Degas für seine Ballettbilder das Pastell: In der weichen, pudrigen Konsistenz der Pastellkreide fand er ein adäquates Ausdrucksmittel, um die anmutigen, grazilen Bewegungen, die duftigen Kostüme der jungen Tänzerinnen und die magische Beleuchtung der Bühne bildhaft umzusetzen. Seine Modelle waren dabei weniger die Stars der Pariser Ballettbühnen, als vielmehr die Elevinnen, die „petits rats“, deren tägliche Übungen an der Stange, aber auch deren gewöhnliche Handgriffe, wie das Binden eines Ballettschuhs oder das Zurechtrücken eines Kostüms, ihn faszinierten
Das Wuppertaler Pastell „Tänzerinnen“ gehört zu Degas’ späten Fassungen, bei denen er sich in erster Linie für die Form, den Umriss und die Binnenzeichnung der Figuren interessierte. Hinzu kamen ab 1890 eine radikale Formvereinfachung, der Mut zur Unvollständigkeit und eine Intensivierung der Farben, die hier durch den kühnen Kontrast von Rostrot und Türkis wunderbar zum Ausdruck kommt.

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