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Pierre Bonnard

Das Esszimmer – Die weiße Tischdecke

Öl auf Leinwand

100 x 109 cm

Erworben 1977 aus Mitteln der Von der Heydt-Stiftung mit einem Zuschuss des Landes Nordrhein-Westfalen

Kunst zum Hören

Pierre Bonnard, Das Esszimmer – Die weiße Tischdecke, 1925 Andreas M. Wiese

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Titel:Das Esszimmer – Die weiße Tischdecke
Künstler:in:Pierre Bonnard
Entstehungszeit:1925
Objektart:Gemälde
Material und Technik:Öl auf Leinwand
Inventarnummer:Inv. G 1339

In dem späten Interieur von Pierre Bonnard (1867-1947) erscheint der gedeckte Tisch wie ein Bild im Bild. Ungeachtet einer korrekten perspektivischen Wiedergabe ist er in betonter Aufsicht dargestellt, die den Blick in das Innenleben jeder Schale und jeden Tellers erlaubt. Dieser Bildcharakter wird maßgeblich durch das weiße Tischtuch bestimmt, das nahezu das gesamte Bildfeld wie eine große Leinwand ausfüllt. Die Gegenstände auf dem Tisch, der Brotkorb, die Obstschale und die Glaskaraffe, werden zu Boten der häuslichen Welt.

Neben Vuillard, Vallotton und später Matisse war auch Bonnard ein Meister des modernen Interieurs. Vorherrschendes Motiv seiner Innenräume sind Tischszenen. Zumeist handelt es sich um Esstische, die zur Mahlzeit vorbereitet werden oder das Dessert darbieten. Seine gedeckten Tische erfahren im Laufe seines Schaffens einen bemerkenswerten Wandel. Während der Essplatz anfangs den Raum definiert und ein Ort für Porträts von Bonnards Familie darstellt, drängte er die Figuren später zugunsten des Bild füllenden Tisches an den Rand. Seit etwa 1899 traten Perspektive und Komposition des Tisches und seiner Speisen verstärkt in den Fokus seines Interesses.

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