14. April bis 22. September 2019

1919 – 2019 HUNDERT JAHRE MODERNE

Als der Zweite Weltkrieg zu Ende ging, war das Museum zerstört und musste konstatieren, dass mehr als 1000 seiner Gemälde geraubt, abhandengekommen und verschollen, mehr als 500 vernichtet waren. Die bedeutende Sammlung hatte schwer gelitten, doch sofort gingen der Kunst- und Museumsverein und die Museumsdirektoren daran, die Sammlung wieder aufzubauen. Neben zahlreichen Ankäufen war es die Schenkung Eduard von der Heydts, die das Museum wieder zu einem Ort der Avantgarde und zu einem Haus mit einer Sammlung machte, die von 2000 v. Chr. bis in die aktuelle Gegenwart reicht. In den folgenden Jahren sammelte das Museum in zwei Richtungen: zum einen rückwärtsgewandt, um die Lücken in der Sammlung wieder zu schließen, zum anderen nach vorne, um den aktuellen Strömungen der modernen Kunst Raum zu geben. Auch wenn längst nicht alle Verluste wieder wettgemacht werden konnten, ist so eine hochkarätige Sammlung entstanden, die jetzt wieder behaupten kann, zu den wichtigen Kunstsammlungen Deutschlands zu zählen.

Aus dieser Sammlung haben wir für die neue Präsentation die vergangenen 100 Jahre herausgegriffen; von 1918/1919, den Revolutionsjahren nach dem Ersten Weltkrieg, bis 2018/2019, einem Jahr, in welchem das politische Gefüge der Welt wieder auseinanderzubrechen droht, reicht der Bogen, den die Ausstellung schlägt.

Die Ausstellung präsentiert Highlights der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, beginnend mit Carl Hofer, Otto Dix und Karl Röhrig, über die Surrealisten und die Kunst des Informel hin zu Zero, der Konkreten Kunst, zur neuen Figuration der 80er und 90er Jahre, zu Tendenzen der Farbfeldmalerei und zu den allerneuesten Erwerbungen des Museums. Die Ausstellung umfasst ca. 120 Gemälde, Arbeiten auf Papier und Skulpturen.

Karl Röhrig Zwei Männer im Gespräch
Georg Scholz Industriebauern Otto Dix An die Schönheit Laszlo Moholy Nagy