Provenienzrecherche im
Von der Heydt-Museum Wuppertal zu dem Bild:
Conrad Felixmüller, "Bildnis Otto Dix", 1920

November 2018 – Februar 2019

VORSCHAU

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Sammlung

 
Das Von der Heydt-Museum Wuppertal hat im November 2018 eine vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderte Provenienzrecherche zu dem Gemälde "Bildnis Otto Dix", 1920, von Conrad Felixmüller (Öl auf Leinwand, 75 x 60 cm) in Auftrag gegeben. Das Museum erwarb das Gemälde 1957 von der Galerie Klihm, München. Der Erwerb sollte die nach den Beschlagnahmungen der Aktion "Entartete Kunst" 1937 im Wiederaufbau befindliche Sammlung expressionistischer Gemälde des Museums ergänzen. Aus den Unterlagen des Von der Heydt- Museums geht jedoch nicht hervor, unter welchen Umständen das Gemälde in den Besitz der Münchner Galerie Klihm gelangte, die, wie man heute weiß, auch mit "Raubkunst" handelte.
 
Im September 2017 wandten sich die Vertreter der Erben von Ludwig und Rosy Fischer nach vorangegangenen Recherchen zur Fortsetzung des Dialogs an das Von der Heydt-Museum. Es wird vermutet, dass das Gemälde identisch ist mit einem aus der Sammlung Ludwig und Rosy Fischer, Frankfurt, stammenden Gemälde, welches den Angaben der Rechtsanwälte zufolge nach dem Tod Rosy Fischers im Jahr 1926 in den Besitz ihres Sohnes Ernst Fischer überging. Bei seiner Flucht nach Amerika 1934 nahm Ernst Fischer zwar den größten Teil der von seinen Eltern geerbten Sammlung mit, das Gemälde von Felixmüller soll jedoch in Deutschland zurückgeblieben sein. Ab 1938 soll es sich bei der Galerie Klihm, München, befunden haben.
 
Wegen der unklaren Provenienz gab das Von der Heydt-Museum im November 2018 eine vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderte Provenienz- recherche zu dem Gemälde in Auftrag, die noch bis Februar 2019 andauert. Experten und Wissenschaftler haben das Bild untersucht sowie in den Akten des Museums und des Stadtarchivs recherchiert. Die Recherchen, auch an anderen Orten, werden fortgesetzt. Bisher (Stand 14. Januar 2019) liegen noch keine Ergebnisse vor. Sobald diese vorliegen, werden sie auch veröffentlicht.
 
www.kulturgutverluste.de
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Öffnungszeiten

Von der Heydt-Museum
Di-So 11-18 Uhr
Do 11-20 Uhr
Mo geschlossen
 
Von der Heydt-Kunsthalle
Bis 17. Febr 2019
analog zum Skulpturenpark Waldfrieden:
Freitag bis Sonntag,
jeweils 11-18 Uhr
Paula Modersohn-Becker
Selbstbildnis mit weißer Perlenkette, 1906
LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster, Foto: Sabine Ahlbrand-Dornseif
Sitzende Mutter mit Kind auf dem Schoß, 1906
Alte Armenhäuslerin, 1905
Fotos: Antje Zeis-Loi, Medienzentrum Wuppertal
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Conrad Felixmüller, Bildnis Otto Dix, 1920,
Von der Heydt-Museum Wuppertal
© VG Bild-Kunst, Bonn 2019
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